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Demokratie basteln!

Beschreibung
Politische Partizipation scheint zunächst ziemlich abstrakt.
Wie bringe ich mich ein? Wo bringe ich mich ein? Warum soll ich mich einbringen?

Dieser Workshop strebt an Kinder und Jugendliche politisch zu sensibilisieren und ihnen basisdemokratische Verfahren bzw. Prozesse praktisch näherzubringen. Zudem sollten die Kinder die Möglichkeit haben sich, sowohl ihre eigenen Interessen und Anliegen, als auch die der anderen zu vergegenwärtigen und diese anschließend innerhalb der Gruppe zu diskutieren und zu reflektieren. Neben einer spielerischen Vermittlung wichtiger theoretischer Inhalte, wird den Kindern vor allem die Möglichkeit gegeben kreativ zu werden und zu basteln.
Denn: ,,Bei uns heißt die Vermittlung Create, weil jeder selbst etwas gestalten kann!“ – auch Demokratie.

Aus bunter Pappe, Zeitungsschnipseln oder was sonst noch beliebt gestaltet jede:r sein/ihr individuelles Häuschen. 
Zusammen mit den anderen Teilnehmer:innen ergibt sich ein buntes Stadtbild – dein ,,Kleinfrankfurt“. Dieses wird in Anlehnung an das Konzept der partizipativen Stadtentwicklung durch ein Straßennetz ergänzt und erweitert, welches die Schüler:innen zusammen planen und über das sie sich untereinander austauschen. Denn Demokratie entsteht auf der Straße – durch den gemeinsamen DISKURS!
Dabei steht im Mittelpunkt diese Ideen kreativ zum Ausdruck zu bringen, mit anderen zu reden und sich zu vernetzen – Demokratie hautnah zu erfahren.

Indoor

Indoor

Outdoor

Veranstalter und Beteiligte
sadsad *+

Gruppengröße
20 - 30
Benötigtes Budget
100 - 500 €
Dauer
Stunden: bis drei Stunden

Welches Ziel wurde verfolgt? Wurde das Ziel erreicht? Woran machen Sie das fest?
Ziel der Veranstaltung war es Kindern gestalterisch ihre politischen Grundrechte zu vermitteln und sie dazu anzuregen sich in demokratische Prozesse einzubringen. Dabei wurde sich in diesem Jahr auf Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention fokussiert – dem Recht auf Beteiligung und Gehör. Wie aus der Beschreibung hervorgeht, wurde den Kindern die Möglichkeit gegeben praktische Erfahrungen zu machen und dabei kreativ zu werden.

Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, die sowohl den Veranstalter*innen als auch den Kindern viel Freude bereitet hat. Es wurde sowohl gut im Team, als auch alleine, in Einzelarbeit, gearbeitet. Besonders bei den Gruppen war es interessant zu beobachten wie sich von alleine basisdemokratische Aushandlungsprozesse zwischen den Kindern abspielten und die Theorie in die Praxis umgesetzt wurde. Die Kinder haben sich gegenseitig zugehört, diskutiert und Lösungsansätze formuliert und umgesetzt. 

Material: Welche Hilfsmittel haben Sie eingesetzt? Buch, Film, Spiel etc.?
Während des Workshops wurde allerlei Kreativmaterial zum Basteln verwendet. Einige anschauliche Poster haben den Kindern zusätzlich wichtige theoretische Inhalte vermittelt. Die Materialkosten wurden von der Hessischen Sparkassenstiftung übernommen.

Methoden: Wie haben Sie die Aktion umgesetzt?
Die Aktion fand in den zwei Werkstatträumen des Museum Angewandte Kunst statt.
Aus bunter Pappe, Zeitungsschnipseln oder was sonst noch beliebt konnten die Teilnehmer:innen ihr individuelles Häuschen gestalten. Dabei war es jedem Kind freigestellt, ob es - alleine oder im Team - den eigenen kleinen Traumpalast, ein Rathaus oder ein Fußballstadion mit integrierter Bewässerungsanlage und Imbiss bastelt.
Sowohl der individuelle Ausdruck, als auch das Zusammenwirken als Kollektiv standen dabei im Vordergrund. Denn beides ist essenziell für eine funktionierende Gesellschaft.
Während dieses Prozesses haben sich die Kinder untereinander ausgetauscht, Konzepte entworfen und Entscheidungen ausgehandelt. Die entstandenen Projekte wurden im Anschluss auf mehreren großen Holzpappen zusammengetragen, sodass sich ein vielfältiges, buntes Stadtbild – das ,,Kleinfrankfurt“ der Gruppe – ergibt. Dieses wurde – nach dem Konzept der partizipativen Stadtentwicklung – durch ein Straßennetz ergänzt und erweitert, welches die Schüler:innen zusammen geplant und über das sie sich untereinander ausgetauscht wurde.

Ablauf: Welche Phasen gab es bei der Aktion?
Der Workshop kann grundsätzlich in drei Phasen aufgeteilt werden.

Phase 1:
In der ersten Phase, welche auf den Tiefenterassen des Museums stattfand, wurden die Kinder spielerisch bei einem Q&A-Rundgang in die Thematik eingeleitet. Jedes Kind erhielt zu Beginn ein auf die Thematik zugeschnittenes Fragenkärtchen worüber es sich mit einem*r Partner*in austauschen konnte.
Um zu gewährleisten das die Kinder mit möglichst vielen verschiedenen Personen in den Austausch kommen, wurde die Gruppe anfänglich durchnummeriert und die Kinder fanden sich nach einer kurzen Ansage mit ihrem*r jeweiligen Partner*in zusammen. Zurück im Werkstattraum wurde das Spiel reflektiert und die Thematik durch einige anschauliche Poster und Diskussionsrunden vertieft.

Phase 2:
Während der zweiten Phase – der zentralen Aktion – ging es nun endlich ans basteln. Nicht nur hatten die Kinder die Chance sich kreativ auszutoben, auch war es schön zu sehen wie sich grundlegende basisdemokratische Aushandlungsprozesse zwischen ihnen abgespielt haben und sie miteinander in den Austausch kamen.
Die Häuser, welche die Kinder in dieser Phase gebastelt und gestaltet haben wiesen eine große Diversität und einen großen Einfallsreichtum auf. Alle Materialien wurden kreativ und innovativ eingesetzt.
Nachdem die Kinder ihre Häuser und Gebilde größtenteils fertiggestellt hatten, wurden diese auf einer großen Holzpappe zusammengetragen.
Daraufhin begann der demokratische Aushandlungsprozess nochmal von Neuem - dieses Mal im großen Plenum. Während dieser letzten Phase des Workshops sollten sich die Kinder nochmal dezidiert Gedanken zu der grundlegenden Struktur ihrer Stadt machen.
Wie platzieren wir unsere Gebäude? Wie verlegen wir die Straßen und Gehwege? Soll es noch andere Orte, Räume, Sphären geben in denen Menschen zusammenkommen können?
Ganz nach dem Konzept der partizipativen Stadtentwicklung überlegten sich die Kinder zusammen wo innerhalb ihrer Kommune öffentliche Räume für den Austausch und das Zusammenkommen entstehen sollen. Ob Abenteuerspielplatz, Schrebergarten oder – an die griechische Agora angelehnt – Marktplatz bzw. Zentrum, die Gestaltungmöglichkeiten und Ansätze waren vielfältig umsetzbar und wurden von den Kindern auch voll ausgeschöpft.

Schluss:
Zum Schluss gab es noch eine kleine Reflexions- bzw. Abschlussrunde bei der die Kinder die Chance hatten ihre Projekte vorzustellen, letzte Gedanken zu äußern und den Anderen Feedback zu geben. Daraufhin wurde nochmals auf Stadt der Kinder und das Kinderbüro hingewiesen und die Giveaways verteilt. Danach gingen die Kinder glücklich, mit ihrem ,,Kleinfrankfurt“, zurück in die Schule.

Nützliche Informationen wie Literatur o.ä. Welche Quellen für Informationen wurden genutzt und sind zu empfehlen?
Material des Kinderbüros

O-Töne: notieren Sie Stimmen der Kinder / Beteiligten
Der Großteil der Kinder hat jeweils der Dokumentation zugestimmt und eine Einwilligungserklärung abgegeben (s. Anh.). Die restlichen Kinder wurden entsprechend gekennzeichnet und entsprechend nicht fotografiert.

Das hat gut geklappt (War die Methode geeignet? Was muss unbedingt bedacht werden, damit es gelingt?)
Während des Workshops haben sich die Kinder untereinander ausgetauscht, Konzepte entworfen und Entscheidungen ausgehandelt. Die einzelnen Gruppen haben es erfolgreich geschafft sich so untereinander zu organisieren, dass sie möglichst effektiv zusammenarbeiten konnten und jedem Kind gerecht wurden. Konzeptionelle Planung, Koordinierung und Gestaltung wurden kompetent vereint und selbstständig umgesetzt. Zudem hatten die Kinder genügend Material und Freiraum um sich kreativ auszutoben und ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen.

Das sollte man vermeiden (Hindernisse und Widrigkeiten?)
Der theoretische Teil des Workshops ist zwar ein essenzieller Bestandteil dessen, aber sollte nicht an Überhand gewinnen bzw. entsprechend vermittelt werden. Frontalunterricht und trockene Vorträge langweilen die Kinder zumeist nur, auch bei guter Aufnahmefähigkeit.
Die Dinge selber in die Hand zu nehmen und in den Austausch mit den anderen Kindern zu kommen sollte, vor allem im Hinblick auf die Thematik, im Fokus stehen.

Kinder gemeinsam am großen Tisch
Ein Kind zeichnet ein Bild

Demokratie-Plakat
Ein Stadt aus Papier
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Liebe Besucher:innen!

Alle Texte, die Sie hier finden, stammen aus vielen verschiedenen Federn. Um diese Vielfalt zu erhalten, übernehmen wir die Beiträge unserer Veranstalter:innen so unverändert wie möglich.

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern!