Domturm für Kinder – Das müsst ihr sehen!
Beschreibung
Wir haben uns mit Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention beschäftigt und uns über den thematischen Schwerpunkt „Sichtbarkeit“ angenähert. Der Frankfurter Domturm hat als Gebäude von historischer Bedeutung und mit seiner unverwechselbaren Silhouette eine ganz eigene Sichtbarkeit, die im Verlauf der Jahrhunderte zu unterschiedlichen Zwecken genutzt wurde. Diese Geschichte wurde den Kindern auf dem Weg nach oben in Form einer erzählenden Kinderturmführung vermittelt. Schwerpunkte waren hierbei verschiedene Methoden, die von den früheren Türmern genutzt wurden, um Botschaften sichtbar zu machen. Besonders wichtig waren verschiedene Flaggen, die der Türmer nutzte, um z.B. Brände zu melden.
Im offenen Gespräch haben wir die Kinder dabei begleitet, Ideen für weitere Flaggen/Banner zu entwickeln (Leitfragen: Was würde ICH gern der ganzen Stadt sagen? Wie kann ich meine Botschaft gut verständlich schreiben/sagen/malen?) Der anschließende Kreativ-Workshop gab den Kindern die Möglichkeit, ihre Ideen umzusetzen. Sie konnten individuell oder in Gruppen eigene Banner gestalten. Diese wurden zum Abschluss zusammen mit den Kindern am Zaun des Domturmgartens befestigt und die Botschaften der Kinder waren bis zu fünf Tage öffentlich sichtbar.
Im offenen Gespräch haben wir die Kinder dabei begleitet, Ideen für weitere Flaggen/Banner zu entwickeln (Leitfragen: Was würde ICH gern der ganzen Stadt sagen? Wie kann ich meine Botschaft gut verständlich schreiben/sagen/malen?) Der anschließende Kreativ-Workshop gab den Kindern die Möglichkeit, ihre Ideen umzusetzen. Sie konnten individuell oder in Gruppen eigene Banner gestalten. Diese wurden zum Abschluss zusammen mit den Kindern am Zaun des Domturmgartens befestigt und die Botschaften der Kinder waren bis zu fünf Tage öffentlich sichtbar.
Indoor
Outdoor
Veranstalter und Beteiligte
Dommuseum Frankfurt
Gruppengröße
10 - 20
Benötigtes Budget
500 - 1.000 €
Dauer
Stunden: bis drei Stunden
Wie wurde der Bezug zu den Kinderrechten hergestellt?
Zunächst ging es darum, den Kindern Informationen zu dem Domturm als historischen Ort zu geben, der öffentlich wahrnehmbar war und ist. Der Überblick von der Aussichtplattform auf weite Teile Frankfurts ermöglichte eine Verortung z.B. der eigenen Wohnung innerhalb der Stadt und konnte ein Gespräch darüber entstehen lassen, welche Orte von den Kindern gemocht werden, welche gute Aufenthaltsorte sind und warum. Was sich an wenig geeigneten Orten für Kinder ändern könnte usw. Die Antworten der Kinder wurden im offenen Gruppengespräch aufgegriffen und von anderen Kindern kommentiert. Zusätzlich gab es während des Abstiegs vom Turm und dem anschließenden Übergang zum Banner-Gestalten die Gelegenheit in direkter Ansprache mit einzelnen Kindern oder in kleinen Gruppen die Veränderungsideen der Kinder zu besprechen und so die Gelegenheit zu bieten, eigene Bedürfnisse, die hinter den Wünschen stehen zu formulieren. Unsere Veranstaltung legte hier den Fokus auf das Herausfinden von Forderungen und Themen, für die die Kinder gern Gehör und Mitsprache einfordern würden.
Welches Ziel wurde verfolgt? Wurde das Ziel erreicht? Woran machen Sie das fest?
Durch die Wahrnehmung des Domturm als öffentliches Gebäude sollte ein Kommunikationsraum geboten werden, der mit eigenen Botschaften gefüllt werden kann. Diese Möglichkeit wurde von den Kindern gut genutzt und auf den Banners viele direkte Forderungen an „die Stadt“, „die Öffentlichkeit“ usw. zum Ausdruck gebracht.
Material: Welche Hilfsmittel haben Sie eingesetzt? Buch, Film, Spiel etc.?
- Stoff und Ösen für das Herstellen von Bannern
- Farben Acrylmalstifte, Pinsel, … zum Bemalen
Methoden: Wie haben Sie die Aktion umgesetzt?
Wir sind nach einer Kennlernrunde, in der jede*r den Namen, Stadtteil und Frankfurter Lieblingsort nennen konnte, den Domturm hinauf gegangen. Während des Aufstiegs wurden auch die Glockenstube und der Dachboden besichtigt und den Kindern durch einen museumspädagogischen Mitarbeiter Einiges erzählt über die Bau- und Nutzungsgeschichte des Turms. Auf der Aussichtsplattform wird der Blick über die Stadt genutzt, um im Gruppengespräch über Lieblingsorte und nicht so gemochte Orte zu sprechen und schließlich daraus auf Wünsche und Veränderungsideen zu kommen. Über das historische Vorbild des Türmers, der vom Domturm aus mittels Flaggen mit der Stadtbevölkerung kommunizierte, wird den Kindern die Aufgabe gestellt, beim Abstieg eigene Ideen für Banner zu überlegen.Nach einer kleinen Pause, wurden diese Ideen im Kreativteil umgesetzt. Den Kindern standen vorbereitete Banner aus hellem Stoff zur Verfügung, die sie bemalen und/oder beschriftet haben. Die meisten Kinder wählten aus, in 2er Teams zu malen, dies wurde den Kindern frei gestellt. Während dieser Zeit waren 3 museumspädagogische Mitarbeiter*innen ansprechbar und konnten die Kinder beim Formulieren ihrer Anliegen unterstützen. Schließlich wurden die Wünsche der Kinder wortwörtlich in die Öffentlichkeit getragen – die Kinder brachten ihre Banner zum Garten des Domturms und brachten sie dort am Zaun öffentlich sichtbar an.
Ablauf: Welche Phasen gab es bei der Aktion?
- 1. Kinderführung durch und auf dem Domturm (inkl. Glockenstube und Dachboden)
- 2. Gespräch auf der Plattform über Flaggen als Kommunikationsmittel
- 3. Abstieg und kleine Pause
- 4. Basteln
- 5. Anbringen der Banner am Zaun vom Domgarten
- 6. Abschlussgespräch
Das hat gut geklappt (War die Methode geeignet? Was muss unbedingt bedacht werden, damit es gelingt?)
Die Banner waren auf etwa A2-Größe geschnitten und mit Ösen zum Aufhängen vorbereitet. Die Größe passte gut, damit 2-3 Kinder an einem Banner zusammenarbeiten konnten. Als Farbe haben wir gute Erfahrung mit Acrylfarbe gemacht, damit die Banner auch etwas wetterfest sind. Viel genutzt wurden auch Acrylmalstifte, da viele Kinder Wortbotschaften in ihre Bilder eingefügt haben.Wichtig war, dass die Banner öffentlich sichtbar am Zaun befestigt waren, viele Kinder sind in den folgenden Tagen mit Familie, Bekannten, Freunden nochmal zu uns gekommen, um ihre Banner zu zeigen.Während der Veranstaltung konnten sich alle Kinder sehr gut auf die unterschiedlichen Formate (Kennlernrunde, Führung, Gruppen- und Einzelgespräche, Malen, Ausstellen der Banner) einlassen, die Übergänge dazwischen haben auch gut funktioniert.
Das sollte man vermeiden (Hindernisse und Widrigkeiten?)
Da die Kinder aus sehr unterschiedlichen Kontexten kommen, aus denen sie unterschiedliche Erfahrungen dazu mitbringen, ob und wie ihre Anliegen Beachtung und Gehör finden. Diese heterogenen Zugänge zum Thema müssen in jedem Fall aufgefangen werden. Durch die Annäherung über allgemeine Fragen (Wo lebst du? – Eher als: Wie lebst du? Was ist dein Lieblingsort in Frankfurt und was gefällt dir daran?, …)
Die große Altersspanne 7-12 Jahre hat in unseren Workshops keine Probleme gemacht, evtl. wäre es trotzdem besser, 6-10-jährige und 11-14-jährige zu unterteilen, um die Gruppengespräche zu verbessern.
Die große Altersspanne 7-12 Jahre hat in unseren Workshops keine Probleme gemacht, evtl. wäre es trotzdem besser, 6-10-jährige und 11-14-jährige zu unterteilen, um die Gruppengespräche zu verbessern.



