Gemeinsam feiern wir die Kinderrechte!
Beschreibung
Am 6. Juni feierten wir gemeinsam die Kinderrechte auf dem Ami-Spielplatz. An unterschiedlichen Stationen konnten die jungen (aber auch alten) Besucher*innen ihr Wissen über die Kinderrechte erweitern und sich selbst kreativ und sportlich ausprobieren. Da sich in diesem Jahr alles um Art. 23 UN-KRK, den Rechten von Kindern mit Behinderung drehte, gab es hier an verschiedenen Stationen die Möglichkeit, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. An zwei Stationen war das Augenmerk auf "Kommunikation" gelegt - hier konnte selbst mithilfe Braille-Schrift Botschaften auf Postkarten geschrieben und mit Gesten und Mimik verschiedene Begriffe in Gebärdensprache ausgedrückt werden. An weiteren Stationen stand die Bewegung im Vordergrund - gemeinsam wurde Blindenfußball gespielt, mit dem Rollstuhl Basketbälle in Körbe versenkt oder ein Hindernisparcours absolviert.
Indoor
Outdoor
Veranstalter und Beteiligte
Gemeinsam geplant und durchgeführt von der Kinderbeauftragten Eckenheim, dem Quartiersmanagement Eckenheim und dem Kinder- und Jugendhaus Eckenheim.
Gruppengröße
> 50
Benötigtes Budget
500 - 1.000 €
Dauer
Stunden: bis drei Stunden
Wie wurde der Bezug zu den Kinderrechten hergestellt?
Die ganze Veranstaltung stand unter dem Motto "Wir feiern die Kinderrechte". An verschiedenen Stationen konnten die Kinder ihr Wissen zu den Kinderrechten und zum Leben mit verschiedenen Formen von Behinderung erweitern. An der Start-Station bekamen alle Teilnehmer*innen eine kleine Einführung zu den Kinderrechten und zum diesjährigen "Schwerpunkt"-Kinderrecht, dem Art. 23 UN-KRK. Auch im Stationsverlauf wurde immer wieder auf den Zusammenhang zwischen dem jeweiligen Angebot und den Rechten von Kindern verwiesen, z.B. war der "Snack"-Stand mit dem Hinweis auf das Recht von Kindern auf ein gutes Aufwachsen (und eine gesunde Ernährung) versehen, die Gestaltung von eigene Botschaften auf Postkarten stand im Zusammenhang zum Recht auf Gehör usw. An einem Info-Stand konnte eine Pause eingelegt werden, in Kinderbüchern geschmökert oder kleine Spiele (Kinderrechte-Memory...) getestet werden.
Welches Ziel wurde verfolgt? Wurde das Ziel erreicht? Woran machen Sie das fest?
Ziel war es, auf spielerische und kreative Weise den Kindern aus dem Stadtteil die Möglichkeit zu geben, die Kinderrechte kennenzulernen (oder ihr Wissen über die Rechte zu vertiefen). Wichtig war uns auch den diesjährigen Fokusartikel den jungen Menschen näher zu bringen. Im Nachgang denken wir, dass es uns gut gelungen ist. Die Teilnehmer*innen hatten viel Spaß sich an den verschiedenen Stationen auszuprobieren und nebenbei wurden viele Gespräche über die Kinderrechte oder/und das Leben mit Behinderung geführt. Auch mit Erwachsenen, die als Begleitpersonen oder als Parkbesucher*innen unser Fest besuchten konnte in den Austausch gegangen werden und die Relevanz der Kinderrechte aufgezeigt werden.
Material: Welche Hilfsmittel haben Sie eingesetzt? Buch, Film, Spiel etc.?
An den verschiedenen Stationen wurde unterschiedliche Hilfsmittel eingesetzt: Plakate zu den Kinderrechten, Broschüren und andere Info-Materialien zum Mitnehmen über die Kinderrechte, Kinderbücher zum Thema, Stifte und Papier, inklusive Spiele, Braille-Schriftplatten und Zubehör, Gebärdensprachposter- und Bücher sowie Spiegel, Tore und Glockenfußball, Augenbinden und -klappen, Rollstuhl und Basketbälle.
Methoden: Wie haben Sie die Aktion umgesetzt?
Das Fest fand am Nachmittag an einem öffentlichen Platz statt. Die Teilnahme war freiwillig. Jede*r die/der wollte, konnte nach einer kurzen Einführung die unterschiedlichen Stationen ausprobieren - für das Mitmachen gab es dann einen Stempel. Bei voller Stempelkarte konnte sich dann das Give-Away abgeholt und mit nach Hause genommen werden.
Ablauf: Welche Phasen gab es bei der Aktion?
Wie oben schon beschrieben, war die Teilnahme freiwillig. Die Stationen konnten in beliebiger Reihenfolge besucht werden - auch das lange Verweilen an einzelnen Stationen war möglich. Wichtig war es uns, dass möglichst alle Mitmacher*innen die Einführung zu den Kinderrechten bekommen - wer sich diese angehört hatte bekam die Stempelkarte und konnte loslegen und sich am Ende ein Give-Away als "Belohnung" abholen. Diese flexible Ausgestaltung bot den Kindern die Möglichkeit, auch selbst bestimmt Pausen einzulegen, nur eine kurze Dauer zu verweilen oder auch die Stationen, die einen besonders interessierten lange zu besuchen.
Nützliche Informationen wie Literatur o.ä. Welche Quellen für Informationen wurden genutzt und sind zu empfehlen?
Als Informationsquelle sowie Möglichkeit verschiedenen Materialien zu bestellen diente uns u.a. Aktion Mensch (Gebärdensprachposter, Postkarten in Braille-Schrift,...). Kinderbücher zu den Kinderrechten und zum Thema "Kinder mit Behinderung" stellte z.B. die Stadtbücherei als Literaturliste zu Verfügung.
O-Töne: notieren Sie Stimmen der Kinder / Beteiligten
"Wir sind heute aus Wiesbaden gekommen - hier in Frankfurt gibt es viel schönere Angebote für Kinder" - "Wann macht ihr das denn wieder? Können wir nicht öfter zusammen feiern?"
Das hat gut geklappt (War die Methode geeignet? Was muss unbedingt bedacht werden, damit es gelingt?)
Die Zusammenarbeit zwischen den Organisator*innen war wie schon in den Vorjahren äußerst gelungen. Absprachen und die Übernahme von Zuständigkeiten funktionieren problemlos. Gut gefiel es uns, dass die Teilnahme sehr niedrigschwellig gestaltet wurde - auch das einfach mal kurz vorbeikommen und einzelnes Ausprobieren war jederzeit möglich. Als positiv anzumerken war es auch, dass wir die Möglichkeit hatten uns zusätzliche Unterstützung für die Betreuung der Stationen zu organisieren, ein guter Personalschlüssel ist für solche Veranstaltungen unbedingt notwendig um dann auch die Zeit zu haben, intensive Gespräche zu führen und sich auf einzelne Aufgaben zu konzentrieren.
Das sollte man vermeiden (Hindernisse und Widrigkeiten?)
Auch wenn wir es glücklicherweise nicht gebraucht haben sollte man sich für Veranstaltungen im Freien eine Alternative für schlechtes Wetter überlegen. Es wäre sehr bedauerlich gewesen, hätte die Veranstaltung auf Grund der Wetterlage gestrichen werden müssen. Wichtig ist es bei solchen offenen Angeboten frühzeitig einzuladen und hierfür auch mit den Kinderbetreuungseinrichtungen vor Ort in den Austausch zu gehen. Denn da viele Kinder zu der Veranstaltungzeit in ihren Einrichtungen (Horte, ESB,..) sind, ist es wichtig diese als Gruppen gemeinsam einzuladen.



