Jeder kann irgendetwas nicht – alle gehören dazu
Beschreibung
An vier Terminen in der Kinderrechtewoche kamen Hort- und Vorschulkinder um den Artikel 23 zu besprechen und niedrigschwellig zu bearbeiten. Darin geht es um die Rechte von Kindern mit Behinderung auf angemessene, individuelle Förderung. Einstieg und Sensibilisierung über das Buch „Alle behindert“ (Klett Kinderbuch-Leipziger Lesekompass 2020) – 25
verschiedene Geschichten von Kindern mit den verschiedensten Beeinträchtigungen.
verschiedene Geschichten von Kindern mit den verschiedensten Beeinträchtigungen.
Indoor
Outdoor
Veranstalter und Beteiligte
Geplant und durchgeführt von Ev. Familienzentrum Regenbogen Am Bügel Beteiligte: Kinderzentrum 1 und Kinderzentrum 71 (jeweils 2 Gruppen, Vorschulkinder und Hortkinder)
Gruppengröße
10 - 20
Benötigtes Budget
100 - 500 €
Dauer
Woche
Wie wurde der Bezug zu den Kinderrechten hergestellt?
Zunächst haben wir mit den Kindern darüber nachgedacht, was Politiker tun und welche es gibt. Dabei haben wir festgestellt, dass sowohl Eltern als auch Kinder vertreten werden müssen. Es wurde betont, dass Kinder besonders geschützt werden sollten, und dass aus diesem Grund die Kinderrechte geschaffen wurden. Anhand verschiedener Gegenstände – wie Teller, Pflaster, Bücher, Spielzeug, einem Megafon und einer Krone – wurden die wichtigsten Kinderrechte veranschaulicht. Anschließend diskutierten wir kontrovers darüber, ob alle Kinder die gleichen Rechte haben. Im Anschluss wurden fünf verschiedene Kinder mit ihren Besonderheiten vorgestellt: Pippa, ein Mädchen im Rollstuhl; Oskar, ein Kind mit ADHS; Martha, ein sehr schüchternes Mädchen; Ella, ein hochbegabtes Kind; und Robert, ein Autist. Die Kinder waren sich schnell einig, dass alle Kinder die gleichen Rechte haben. Diese Erkenntnis brachten wir dann in Form einer Demonstration auf die Straße – alle Kinder erhielten entsprechende Demo-Schilder.
Welches Ziel wurde verfolgt? Wurde das Ziel erreicht? Woran machen Sie das fest?
Ziel der Aktion war es, den Kindern zu vermitteln, dass alle Kinder die gleichen Rechte haben. Durch die Vorstellung der einzelnen Kinder und deren Besonderheiten sollte dies für die Kinder spürbar gemacht werden. Das übergeordnete Lernziel war die Erkenntnis, dass jeder Mensch bestimmte Dinge gut kann und in anderen Bereichen Herausforderungen hat. Sowohl die Vorschulkinder als auch die Hortkinder nahmen diese Idee begeistert auf. Sie teilten offen ihre eigenen Fähigkeiten sowie die Dinge, die ihnen noch schwerfallen. Durch diese Gespräche wurde den Kindern bewusst, dass jeder einzigartig ist und trotzdem die gleichen Rechte und Chancen verdient. Die Aktion förderte nicht nur das Verständnis für Kinderrechte, sondern auch die Empathie und das Gemeinschaftsgefühl unter den Kindern.
Material: Welche Hilfsmittel haben Sie eingesetzt? Buch, Film, Spiel etc.?
Die Kinderrechte wurden anhand verschiedener Gegenstände vermittelt. Mit der Vorstellung der Kinderporträts aus dem Buch "Alle behindert" wurde gestartet. Der Hauptgedanke "Jeder kann etwas gut und etwas nicht so gut" wurde durch Plakate mit Kinderporträts verdeutlicht. Anschließend reflektierten die Kinder ihre Gedanken und Erkenntnisse mithilfe einer Malvorlage. Zum Abschluss wurde die Thematik durch ein Bilderbuch oder selbst verfasste Geschichte abgerundet.
Methoden: Wie haben Sie die Aktion umgesetzt?
Die Aktion wurde in mehreren Schritten umgesetzt. Der Einstieg erfolgte spielerisch, um das Interesse der Kinder zu wecken. Zur Vertiefung der Thematik schrieben die Kinder gemeinsam eine Geschichte. Anschließend reflektierten sie individuell über das Malen, wobei sie ihre Gedanken und Gefühle zum Ausdruck brachten. Zum Abschluss wurde die Aktion durch das Erzählen von Geschichten zusammengefasst und abgerundet.
Ablauf: Welche Phasen gab es bei der Aktion?
Die Aktion hatte mehrere Phasen:
- Einstieg: Das Thema Kinderrechte wurde anhand verschiedener Gegenstände vermittelt.
- Ausrichtung: Der Fokus lag auf dem Thema "alle haben die gleichen Rechte", verdeutlicht durch die Vorstellung von Kinderporträts.
- Hauptaktion: Gemeinsam schrieben die Kinder die Geschichte "Jeder kann etwas sehr gut und etwas nicht so gut!".
- Reflexion: Die Kinder setzten ihre Gedanken bildlich um und erstellten ein gemeinsames Plakat, auf dem jedes Kind sich selbst und seine Stärken sowie Schwächen malte.
- Abschluss: Zur Belohnung für ihren engagierten Einsatz hörten die Vorschulkinder die Geschichte "Prinz Seltsam" und die Hortkinder "Ein ganz besonderer König".
Nützliche Informationen wie Literatur o.ä. Welche Quellen für Informationen wurden genutzt und sind zu empfehlen?
„Alle behindert“ (Klett Kinderbuch-Leipziger Lesekompass 2020)
O-Töne: notieren Sie Stimmen der Kinder / Beteiligten
Das hat gut geklappt (War die Methode geeignet? Was muss unbedingt bedacht werden, damit es gelingt?)
Der Methodenwechsel – von spielerischen Aktivitäten über das gemeinsame Schreiben einer Geschichte und das Malen bis hin zum Zuhören einer Geschichte – hat hervorragend funktioniert. Trotz des anspruchsvollen Themas blieben die Kinder über einen langen Zeitraum hinweg engagiert und konzentriert. Sie nahmen begeistert an jeder Phase teil und zeigten großes Interesse und Verständnis für die behandelten Inhalte.
Das sollte man vermeiden (Hindernisse und Widrigkeiten?)
Es ist wichtig sicherzustellen, dass die Kinder sich auf sich selbst konzentrieren und nicht über andere Kinder sprechen. Das bedeutet, dass sie sagen sollten: "Ich kann das gut und das nicht so gut!" anstatt über andere zu urteilen, zum Beispiel: "Marie kann nicht stillsitzen und zuhören." Dies fördert ein respektvolles und einfühlsames Verhalten unter den Kindern und stärkt ihr Verständnis für individuelle Stärken und Herausforderungen.



