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Kinderrechte-Filmclip

Beschreibung
Es wurde ein Kinderrechte-Filmclip zum Fokus-Artikel 23 (Recht auf Förderung von Kindern mit Behinderung) von einer Kindergruppe umgesetzt. 
Vor dem Filmdreh wurde die Kindergruppe in der teilnehmenden Kindertageseinrichtung von der Kita Bildungsnetz- und MOK-Mitarbeiterin allgemein auf die Kinderrechte und im speziellen auf den Artikel 23 vorbereitet. Ideen für den Inhalt des Films wurden ausgetauscht und erste Punkte auf dem Storyboard festgehalten. Der Film wurde an den vier anschließenden Drehtagen umgesetzt.

Indoor

Indoor

Outdoor

Outdoor


Veranstalter und Beteiligte
Geplant und durchgeführt vom Kita Bildungsnetz (KBN) und dem Medienzentrum Offener Kanal (MOK) Rhein-Main der Medienanstalt Hessen

Gruppengröße
< 10
Benötigtes Budget
100 - 500 €
Dauer
Woche

Wie wurde der Bezug zu den Kinderrechten hergestellt?
Vor dem Filmdreh wurde die Kindergruppe in der teilnehmenden Kindertageseinrichtung von der Kita Bildungsnetz- und MOK-Mitarbeiterin allgemein auf die Kinderrechte und im speziellen auf den Artikel 23 vorbereitet. Zur Einführung in das Thema wurde die Methode "Die Rechte des Kaninchens" angewendet. Die Kindergruppe überlegte, was ein Kaninchen benötigt (und worauf es ein Recht hat), damit es ein glückliches, sicheres und gesundes Leben führen kann. Die ausgewählten Rechte wurden besprochen und reflektiert. Anschließend wurde mit der folgenden Frage zu den Kinderrechten übergeleitet: Was braucht ihr, damit ihr ein glückliches, sicheres und gesundes Leben führen könnt? 
Im Anschluss wurde der Fokus-Artikel im speziellen besprochen: Was bedeutet das Recht auf Förderung von Kindern mit Behinderung? Wo gibt es Barrieren für Kinder mit Behinderung? 
Besonders hat die Kinder interessiert, was unter Behinderung zu verstehen ist: Wann gilt man als behindert? Welche Behinderungen gibt es? 
Außerdem entstand eine Diskussion rund um das Thema Inklusion:
Wie können Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam zur Schule gehen?

Welches Ziel wurde verfolgt? Wurde das Ziel erreicht? Woran machen Sie das fest?
Ziel war, dass die Kinder erfahren, dass sie über Rechte verfügen. Außerdem sollte ein Dialog zum diesjährigen Fokus-Artikel angeregt werden und dazu ein Film umgesetzt werden.

Die Kinder hatten sehr viele Nachfragen und es ergab sich eine spannende Diskussion. Aus den Themen, die sie besonders beschäftigten, entwickelten sie eine Geschichte, die im Anschluss filmisch umgesetzt wurde.
So erfuhren die Kinder, wie Filme entstehen. Sie übernahmen nicht nur Filmrollen, sondern entdeckten auch die Technik hinter den Kulissen.

All diese Ziele und Inhalte konnten in der Workshopwoche umgesetzt werden.
Die Kinder und pädagogischen Fachkräfte sind so begeistert, dass bald schon der nächste Filmdreh ansteht.

Die Mitarbeitenden der Kindertageseinrichtung haben außerdem in der Zwischenzeit rückgemeldet, dass der Film bei der Einweihung des neu renovierten Kinderzentrums gezeigt wurde. Er kam sehr gut an. "Die Kinder sind jetzt zwei Köpfe größer", so die Mitarbeitenden. 
Auch planen die Mitarbeitenden den Filmbeitrag bei der nächsten Visionale einzureichen.

Material: Welche Hilfsmittel haben Sie eingesetzt? Buch, Film, Spiel etc.?
laminierte Karten (Rechte des Kaninchens aus Compasito: Handbuch zur Menschenrechtsbildung mit Kindern), Kamera, Mikrofon, Filmklappe, Laptop/Schnittprogramm 

Methoden: Wie haben Sie die Aktion umgesetzt?
Kinderrechte: Rechte des Kaninchens, Filmidee wurde mit einem Storyboard visuell in Szenen eingeteilt und besprochen.

Ablauf: Welche Phasen gab es bei der Aktion?
1. Tag: Einführung in die Kinderrechte, erste Ideen für ein Storyboard                
2. Tag: Storyboard, Einführung in die Technik , Organisation der Drehorte 
3. + 4. Tag: Filmdreh im Kinderzentrum und an der Schule                                    
5. Tag: Filmschnitt
Das Kinderzentrum Lauterbacher Straße wurde Ende Juni 2024 nach einer Renovierung neu eingeweiht und hier wurde der Film den Anwesenden präsentiert.

Nützliche Informationen wie Literatur o.ä. Welche Quellen für Informationen wurden genutzt und sind zu empfehlen?
Rechte des Kaninchens, aus: Compasito. Handbuch zur Menschenrechtsbildung mit Kindern.

O-Töne: notieren Sie Stimmen der Kinder / Beteiligten
"Es ist wichtig, dass man für andere Kinder einsteht."
"Es ist wichtig, dass man hilft, wenn ein Kind was nicht kann oder die Sprache nicht spricht." 
"Cool, dass wir zusammen gearbeitet haben." "Versprecher waren lustig." "Gut als Team gearbeitet." "Leute, die Filme machen brauchen Zeit, und es ist schwer."

Das hat gut geklappt (War die Methode geeignet? Was muss unbedingt bedacht werden, damit es gelingt?)
Die Einführung der Kinderrechte mit der Methode "Rechte des Kaninchens" hat wieder sehr gut geklappt. Die Gruppe hatte einen großen Gesprächsbedarf. 
Wichtig war es, die Kinder Ernst zu nehmen, ihre Ideen zu sammeln und gerecht/demokratisch über die weitere Planung abzustimmen. Die Kinder verantworteten das Drehbuch und verteilten die Rollen selbst. Auch beim Filmschnitt wurden die Wünsche der Kinder berücksichtigt.

Das sollte man vermeiden (Hindernisse und Widrigkeiten?)
Vermieden werden sollte unbedingt, die Kinder unter Druck zu setzen und über ihren Kopf hinweg zu bestimmen. Es ist wichtig, beim Dreh Zeit einzuplanen und bei der Rollenverteilung darauf zu achten, dass die Kinder auch an den Tagen da sind.

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