Unterrichtsprojekt "Plastikwelten"
Beschreibung
Grundschulkinder tauchen in die vielfältige Welt des Plastiks ein und lernen spielerisch Zusammenhänge zwischen Kunststoffen und Kinderrechten kennen. Thematisiert werden u.a. die Allgegenwärtigkeit von Kunststoffen in Haushalt, Klassenzimmer und Gesundheitswesen, Plastik in Meeren und an Stränden, die Problematik von Einweg- und Mikroplastik sowie Initiativen von Kindern gegen einen globalen Handel mit Plastikmüll.
Indoor
Outdoor
Veranstalter und Beteiligte
Entwickelt und durchgeführt durch Umweltlernen in Frankfurt am Main e.V., Teilnehmende: der 3. Jahrgang der Liebfrauenschule
Gruppengröße
20 - 30
Benötigtes Budget
20 - 100 €
Dauer
Halbtags: drei bis vier Stunden
Wie wurde der Bezug zu den Kinderrechten hergestellt?
Zu Beginn des jew. Projekttages wurde kurz die Kampagne Stadt der Kinder vorgestellt und die Frage aufgeworfen, was Plastik mit Kinderrechten zu tun haben könnte. Die Zusammenhänge entdeckten die Kinder mit Hilfe von Spielen und dem Film "Nina kämpft! Gegen den Plastikmüll", zum Teil unterstützt durch ein Arbeitsblatt. Thematisiert wurden u.a. die Kinderrechte auf Leben, Gesundheit und eine gesunde Umwelt (Plastik als "Lebensschützer" im Alltag und in der Medizin, Mikroplastik, Plastik im Meer u. an Stränden) sowie die Kinderrechte auf Meinungsbildung/-äußerung und Gehör (Aktivismus von Kindern gegen Plastikmüll an Stränden und einen globalisierten Handel mit Plastik).
Die Zusammenhänge wurden mit den Schüler:innen in Kleingruppen erörtert und in einem gemeinsamen Austausch am Schluss des Projekttages vertieft.
Die Zusammenhänge wurden mit den Schüler:innen in Kleingruppen erörtert und in einem gemeinsamen Austausch am Schluss des Projekttages vertieft.
Welches Ziel wurde verfolgt? Wurde das Ziel erreicht? Woran machen Sie das fest?
Ziel war es, dass die Kinder einen differenzierten Blick auf Plastik bzw. Kunststoff erwerben und den allgegenwärtigen Gebrauch von Plastik mit Kinderrechten in Verbindung bringen können. In aller Kürze: Plastik, das aus unserem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken ist, kann negative Auswirkungen auf Umwelt, Tiere und Gesundheit haben, aber auch Leben retten. Das Material "Plastik" diente dabei als Zugang zur Thematisierung spezifischer Kinderrechte, umgekehrt eröffneten die Kinderrechte die Möglichkeit, das Medium "Plastik" aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Ausgehend von den zahlreichen Alltagserfahrungen der Schüler:innen mit Plastik wurde im weiteren Verlauf der Blick auf globale Verflechtungen gerichtet (Plastik im Meer, globaler Handel mit Plastik).
Ein weiteres Ziel war, den Schüler:innen ihr eigenes Recht auf Meinungsäußerung, Information und Gehör nahe zu bringen. Der Film zur 12-jährigen Aktivistin Nina von der Insel Java liefert dabei Anregungen, selbst aktiv zu werden und sich gemeinsam mit anderen zu engagieren.
Beide Ziele konnten erreicht werden. Die Kinder bekommen einen erweiterten Blick auf Plastik und Kinderrechte, ein bewusster Umgang mit Plastik wird angeregt. Darüber hinaus liefert das Projekt einen ersten Impuls für kollektives Handeln (Lernen von Nina), eine etwaige Umsetzung kann im Rahmen einer Vertiefung und Weiterführung im Nachgang erfolgen; der Projekttag bildet hierfür die Basis.
Ausgehend von den zahlreichen Alltagserfahrungen der Schüler:innen mit Plastik wurde im weiteren Verlauf der Blick auf globale Verflechtungen gerichtet (Plastik im Meer, globaler Handel mit Plastik).
Ein weiteres Ziel war, den Schüler:innen ihr eigenes Recht auf Meinungsäußerung, Information und Gehör nahe zu bringen. Der Film zur 12-jährigen Aktivistin Nina von der Insel Java liefert dabei Anregungen, selbst aktiv zu werden und sich gemeinsam mit anderen zu engagieren.
Beide Ziele konnten erreicht werden. Die Kinder bekommen einen erweiterten Blick auf Plastik und Kinderrechte, ein bewusster Umgang mit Plastik wird angeregt. Darüber hinaus liefert das Projekt einen ersten Impuls für kollektives Handeln (Lernen von Nina), eine etwaige Umsetzung kann im Rahmen einer Vertiefung und Weiterführung im Nachgang erfolgen; der Projekttag bildet hierfür die Basis.
Material: Welche Hilfsmittel haben Sie eingesetzt? Buch, Film, Spiel etc.?
- Filmausschnitte "Der Plastikcheck" (https://www.youtube.com/watch?v=lF9RFcKiSCs&t=1227s), Min. 4.05 bis 9.30 und 11.35 bis 17.40
- Post-it-Zettel in zwei verschiedenen Farben
- Angelspiel + selbst angefertigte Informationskarten zu Plastik im Meer
- Memory-Spiel zu Plastik (und Alternativen) im Alltag, selbst angefertigt
- Schalen mit Sand und (Mikro-)Plastik, Petrischalen (o.ä.), Lupen, Pinzetten
- laminierte Streifen mit Informationen zu Plastik, selbst angefertigt
- Film "Nina kämpft! Gegen den Plastikmüll" (https://www.ardmediathek.de/video/schau-in-meine-welt/nina-kaempft-gegen-plastikmuell/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE0NzI5MjU)
Methoden: Wie haben Sie die Aktion umgesetzt?
handlungsorientierte Methoden - Erkundungen, Spiele, Film und Diskussionen
Ablauf: Welche Phasen gab es bei der Aktion?
Vorbemerkungen:
grober Ablauf:
- Einen ausführlichen Ablaufplan stellt Umweltlernen in Frankfurt auf Anfrage gerne zur Verfügung: kontakt@umweltlernen-frankfurt.de
- Der Projekttag ist für Schulklassen 3. bis 5. Jahrgang konzipiert. Er kann en bloc (3-4 Unterrichtsstunden) durchgeführt werden, aber auch als Unterrichtseinheit in etwa 3-4 Wochen
- sehr gut geeignet auch für Projekte in der Erweiterten Schulischen Betreuung u.ä.
grober Ablauf:
- Plastik ist wertvoll: Rohstoff u. Herstellung von Plastik -> Filmausschnitte "Der Plastikcheck"
(https://www.youtube.com/watch?v=lF9RFcKiSCs&t=1227s), Min. 4.05 bis
9.30 und 11.35 bis 17.40
- Plastik-Check im Klassenraum
Stationen:- "Wusstest du schon?" (Informationen zu Plastik)
- Plastik im Meer (Angelspiel)
- (Einweg)Plastik und Alternativen (Memory)
- Mikroplastik
- (Einweg)Plastik und Alternativen (Memory)
- Plastik im Meer (Angelspiel)
- "Wusstest du schon?" (Informationen zu Plastik)
Nützliche Informationen wie Literatur o.ä. Welche Quellen für Informationen wurden genutzt und sind zu empfehlen?
Terre des Hommes (2024): Der General Comment No. 26 für das Kinderrecht auf eine gesunde Umwelt. -> Video zum General Comment 26 zur UN-Kinderrechtskonvention (4:48 min), https://www.youtube.com/watch?v=DCqhipeTNJ4
O-Töne: notieren Sie Stimmen der Kinder / Beteiligten
- "Plastik ist ja nicht nur schlecht. Kleine Kinder würden ohne Schwimmflügel im Wasser untergehen, und ohne Plastik um die Kabel herum würden wir einen Stromschlag bekommen." (Schüler, 3. Klasse)
- "Es ist total traurig, dass auf der Insel von Nina so viel Müll rumliegt. Ich finde es gemein, dass Deutschland seinen Müll nach Java bringt und die Kinder darunter leiden. Aber toll, dass Nina und ihre Freundinnen etwas dagegen tun und auch dass sie mit dem Botschafter von Deutschland gesprochen haben!" (Schülerin, 3. Klasse)
- "Plastik ist ja nicht nur schlecht. Kleine Kinder würden ohne Schwimmflügel im Wasser untergehen, und ohne Plastik um die Kabel herum würden wir einen Stromschlag bekommen." (Schüler, 3. Klasse)
Das hat gut geklappt (War die Methode geeignet? Was muss unbedingt bedacht werden, damit es gelingt?)
Der Projekttag war ursprünglich für 3 Schulstunden konzipiert. Dies ist machbar, 4 Schulstunden sind aber besser. Das Projekt ist in sich rund, der spielerische Zugang kam allen Kindern entgegen.
Das sollte man vermeiden (Hindernisse und Widrigkeiten?)
Für den Film (24 min.) und die Abschlussbesprechung sollten mind. 45 Minuten eingeplant werden, vor dem Filmgucken muss unbedingt die Technik gecheckt werden.