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Wie fühlt es sich an, gehörlos zu sein?

Beschreibung
Jeweils in einer 1., 2. und 3. Klasse wurde zunächst ein Workshop im Klassenverbund durchgeführt und jeweils am nächsten Tag wurde die Erlebnisausstellung der Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige besucht. Im Workshop standen die Kinderrechte, Behinderung und Inklusion im Allgemeinen sowie bei Hörgeschädigten im Speziellen im Fokus. Das erworbene Wissen wurde beim Besuch der Erlebnisausstellung gefestigt, vertieft und um die Erfahrungen eines Betroffenen erweitert. 

Indoor

Indoor

Outdoor

Outdoor


Veranstalter und Beteiligte
Geplant und durchgeführt vom Verein "Perspektiven für Kinder im Gallus e.V." in Kooperation mit der Ackermannschule Frankfurt (jeweils eine Klasse aus den Jahrgängen 1-3)

Gruppengröße
> 50
Benötigtes Budget
Über 1.000 €
Dauer
Stunden: bis drei Stunden

Wie wurde der Bezug zu den Kinderrechten hergestellt?
In der 1. Klasse wurden die Kinderrechte im Vorfeld des Workshops durch die Klassenlehrerin anhand einer Broschüre erarbeitet. In der 2. und 3. Klasse wurden die Kinderrechte mittels einer Broschüre jeweils zu Workshopbeginn thematisiert und dann auf den Fokusartikel übergeleitet. 

Welches Ziel wurde verfolgt? Wurde das Ziel erreicht? Woran machen Sie das fest?
Ziel war es, die Kinder für das Thema Hörbehinderungen und die sich daraus ergebenden Einschränkungen, aber auch Möglichkeiten der Integration und Versorgung mit Hilfsmitteln zu sensibilisieren. Dieses Ziel wurde erreicht. Die Kinder haben in der Ausstellung rege die Möglichkeit des Austauschs mit einem Betroffenen genutzt. Zudem war das Thema auch noch in den Tagen nach der Veranstaltung in den Klassen präsent (z.B. beim Lesen einer Geschichte über ein gehörloses Kind; die Notizen der Gruppenarbeit des Workshops hingen im Klassenzimmer). 

Material: Welche Hilfsmittel haben Sie eingesetzt? Buch, Film, Spiel etc.?
Kurze Videos zum Thema Hören und Geräusche, Ohrmodell, selbstgestaltete Tafelbilder, Kopfhörer, Dezibelmesser

Methoden: Wie haben Sie die Aktion umgesetzt?
Unterrichtsgespräch zur Erarbeitung der einzelnen Themen, Selbsterfahrung (Hören mit Kopfhörern, Messen der Lautstärke im Klassenraum, Einschätzung von Lautstärken), Einsatz eines Ohrmodells zum Begreifen des Aufbaus, Erarbeitung in Gruppen, Videosequenzen mit Erläuterungen sowie Ausstellungsbesuch am folgenden Tag u.a. mit dem Austausch mit einem Betroffenen

Ablauf: Welche Phasen gab es bei der Aktion?
Workshop: Begrüßung, Kinderrechte, Behinderung und Inklusion im Allgemeinen, Wie funktioniert das Hören?, Was kann das Gehör schädigen? Wie schränkt eine Hörbehinderung ein? Was kann dann helfen?; Ausstellungbesichtigung: Gang durch die Ausstellung, Austausch mit einem Betroffenen, Spiele zum Fingeralphabet

Nützliche Informationen wie Literatur o.ä. Welche Quellen für Informationen wurden genutzt und sind zu empfehlen?
Erfahrung von betroffenen Verwandten, Youtube-Videos zum Thema (z.B. Checker Tobi - Der Gehörlosencheck und Video aus der Reihe "Clip und klar" zum Thema "Wie funktioniert das Gehör"); Infos zu den Kinderrechten vom Kinderbüro und der UN-Kinderrechtskonvention; Website der Aktion Mensch zum Thema Inklusion; Maskos/Kaiser (2024): "Bist du behindert oder was?"; "Die Insel der sprechenden Hände" von Anja Krummeck

O-Töne: notieren Sie Stimmen der Kinder / Beteiligten
Antworten der Gruppenarbeit zur Frage, welche Probleme Menschen mit eingeschränktem Gehör im Alltag haben könnten: 1."Man hört keine Autos." 2."Wenn du taub bist und deine Mutter vergisst dass du taub bist und dich ruft," 3. "Man kann nicht hören was der Lehrer sagt."

Das hat gut geklappt (War die Methode geeignet? Was muss unbedingt bedacht werden, damit es gelingt?)
Vorbereitung auf das Thema im Vorfeld im Rahmen des Unterrichts sinnvoll, Unterrichtsmaterialien zum Anfassen (Modell), Selbsterfahrung, Ausstauch mit Betroffenen

Das sollte man vermeiden (Hindernisse und Widrigkeiten?)
Zu viele Information v.a für jüngere Kinder innerhalb 1 Stunde. Die Themen und einzelnen Phasen sollten nicht zu sehr ins Detail gehen, um die Konzentration aufrecht zu erhalten. Für die 2. Klasse hätten die Themen noch stärker gekürzt, und dafür eine zweite Pause eingeführt werden können. Die Aufgabenstellung für die Gruppenarbeit hätte für die 2. Klasse einfacher kommuniziert werden müssen, evtl. waren die Aufgaben auch zu abstrakt, so dass viel Unterstützung von Außen nötig war. Für die 3. Klasse haben die Aufgaben gut gepasst. Beim Einbeziehen der Kinder muss immer wieder darauf geachtet werden, dass das Thema nicht zu sehr ausgedehnt wird. Bei den Schaubildern aus den Beiträgen der Kinder hätten wir die Aufgabenstellung dazupinnen sollen, damit Dritte es nachvollziehen können.

Tafelbild Lautstärkeeinschätzung
Gruppenarbeit Workshop

Gruppenarbeit Workshop
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